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Weihnachten ist traditionell ein Fest, an dem Geschenke für seine Lieben viel Freude bringen. So haben auch wir gehofft, dass der Sportstätten- und Bäderbetrieb der Stadt Dresden sowie die Sächsische Aufbaubank uns noch ein „Geschenk“ in Form eines Bescheides zur Bezuschussung zum Ersatzneubau unserer Bootshalle zusenden. Doch daraus wird vor und zu dem Weihnachtsfest – nichts!
Die Enttäuschung darüber ist bei den sich dafür intensiv einsetzenden Ruderkameraden groß. So wurden in der letzten Zeit viele Detailklärungen und Kostenpräzisierungen vorgenommen, Angebote eingeholt und mit dem Architekturbüro besprochen.
Zünglein an der Waage ist die Aufbaubank, die nach vagem Ausblick erst Mitte Januar 2012 in der Lage und Willens ist, über eine Bezuschussung uns Beteiligte zu informieren. Erst dann weiß sie über den ihr zur Verfügung stehenden Finanzrahmen Bescheid.
So müssen wir uns in Geduld üben. Wir treiben die Planungsleistungen weiter voran, um zum Tage X für diesen ersten Bauabschnitt startklar zu sein. Und wir hoffen immer noch auf einen Baubeginn im März kommenden Jahres.
Eine schöne Nachricht für die Ausbildung und Betreuung unseres Rudernachwuchses ist, dass der RK Dieter Lembke nach seiner schweren Erkrankung gemeinsam mit der frisch sich dafür qualifizierten RKin Caroline Engelmann das Training der Junioren B ab Januar kommenden Jahres übernimmt und so unser Trainerteam weiter stabilisiert wird. Wir wünschen ihnen dabei ein glückliches Händchen und viel Erfolg.
Auch wenn derzeit kaum Schnee in Sicht ist, so geben wir diese Hoffnung darauf nicht auf, dass es doch noch eine weiße Weihnacht gibt. Ich wünsche allen unseren Mitgliedern und Freunden eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2012 mit vielen schönen Erlebnissen durch unseren geliebten Rudersport.
Herzlichst Ihr/ Euer
Manfred Gittel
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Die 50 sind voll !!!
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Blättert man in der Chronik des Dresdner Rudervereins, so gibt es da im Jahre 1961 eine lapidare Mitteilung:
„Bilanz zum Jahre 1961 wurde zur Jahreshauptversammlung am 22.2.1962 gezogen. Manfred Gittel übernahm die Sektionsleitung.“
Sicherlich ein, wenn nicht sogar das Datum, welches das Leben unseres Ruderkameraden Manfred Gittel einschneidend beeinflusst hat. Nachdem es vor allem aus gesundheitlichen Gründen mehrfach Veränderungen in der Sektionsleitung gegeben hatte, übernahm nun also Manfred Gittel das Ruder unseres Vereins. Damals konnte sich wohl niemand so richtig vorstellen, dass nach nunmehr 50 Jahren der Dresdner Ruderverein immer noch von diesem Mann geleitet wird. Er wohl selber auch nicht, denn es wäre ja auch ein zu riesiger Zeitberg gewesen, der da zu bewältigen war, quasi ein ganzes Berufsleben. Eine Zeit voll gestopft mit Erlebnissen und Ereignissen vielfältigster Art, mit sportlichen, beruflichen und auch familiären Erfolgen aber auch diesem oder jenem Dämpfer.
Und doch ist es so gekommen!! Für seine 50-jährige Arbeit als Vereinsvorsitzender erhielt Manfred Gittel bereits Ende 2010 die Goldene Ehrennadel des Landesruderverbandes Sachsen. In der Laudatio, die im Heft I/2011 der Ruderblätter vollständig abgedruckt wurde, heißt es,
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“...dass mit dieser Ehrung der Landesruderverband Sachsen dir ein sichtbares Zeichen der Würdigung und des Dankes für deine (fast) 50-jährige Arbeit als Vereinsvorsitzender setzen möchte.
Mehr als ein Zeichen kann es nicht sein, denn für dein enormes ehrenamtliches Engagement zu Gunsten des Rudersportes sind keine Urkunde und kein Orden der angemessene Dank. In Wahrheit dankt es dir dein Verein mit seinen gesamten herausragenden Leistungen und seinem Vereinsleben, zu denen du die Vereinsmitglieder befähigt hast“.
Dem ist nichts Entscheidendes hinzuzufügen, ohne in Wiederholungen zu verfallen. Trotzdem sagen die Mitglieder des Dresdner Rudervereins nochmals von ganzem Herzen Danke, Danke, Danke!!
Danke auch für Dein riesiges Engagement, trotz knapper Kassen und begrenzter Kapazitäten das Bootshaus zum Wohle unseres Sports in Schuss zu halten und mit kleinen Maßnahmen unsere Sportmöglichkeiten zu verbessern. So wurden zum Beispiel 1965 statt alter Holzschuppen für die Lagerung unserer Motorboote fünf Fertigteilgaragen errichtet. 1969 folgte der Anbau einer 4. Bootshalle aus Aluminium. Weitere bauliche Aktionen waren Kraftraum, Skulllager und Benzinbunker. Zum 50-jährigen Bestehen des Bootshauses 1980 konnten wir uns über vorgerichtete Räume und eine neue Außenfassade freuen. Nach der Wende fand 1991/92 eine umfassende Rekonstruktion des Bootshauses statt. Die Umstellung der Heizung auf Ölbetrieb, neue Sanitär- und Garderobenräume wurden vielfach mit eigenen Arbeitsleistungen der Mitglieder geschaffen.
Wie soll es nach den 50 Jahren nun weitergehen? Trotz aller Erfolge und trotz allen Einsatzes haben wir unseren größten Wunsch, den Bau einer neuen Bootshalle und neuer Trainingsräume bisher nicht verwirklichen können. Wieder nehmen wir einen gezielten Anlauf, die Sterne (sprich: Finanzen) stehen nicht schlecht, dass es diesmal endlich klappen könnte. Das wäre dann der absolute Höhepunkt in einem Rudererfunktionärsleben, das am 22.2.1962 mit der Wahl zum Sektionsleiter begonnen hatte. Wir freuen uns, dass Du, lieber Manfred deshalb nochmals die Ärmel hochkrempelst und die Baumaßnahmen begleiten wirst. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass es dabei gelingt, jemanden nach dem soundsovielten erfolglosen Anlauf zu finden, der allmählich in Deine Fußstapfen tritt. Auf Deine jahrzehntelangen Erfahrungen wollen und können wir dabei nicht verzichten.
Klaus Kirschner
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Landesehrung 2011 des Landesruderverbandes Sachsen
Hohe Ehrung für unseren Dr. Jürgen Krause
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Am Vorabend des Buß- und Bettages fand in der VIP Arena der Eissporthalle Dresden die Jahresehrung des Landesruderverbandes Sachsen statt. Es wurden nationale und internationale Erfolge in allen Altersklassen geehrt. Eine ganz besondere Ehrung wurde unserem Ruderkameraden Dr. Jürgen Krause durch die Verleihung der Ehrennadel des Landesruderverbandes Sachsen in Gold zu teil.
Die Laudatio (Bernd Bielig/auf der Homepage des LRVS) hat folgenden Wortlaut:
„Liebe Ruderkameradinnen, liebe Ruderkameraden, werte Sportfreunde, der Jahrzehnte lange Einsatz von Dr. Jürgen Krause für den Rudersport ist uns Anlass, ihm heute für seine riesige Arbeit zum Wohle des Landesruderverbandes Sachsen, des Sächsischen Elbe-Regatta-Vereins, seines Dresdner Rudervereins und des ganzen Deutschen Rudersports vielmals zu danken.
Wir verbinden mit diesem Dank die Wünsche, dass er noch lange gesund und munter Freude am Rudersport hat und uns mit seinem Wissen, seinen Erfahrungen und Vorschlägen weiter Unterstützung gibt. Lieber Jürgen, Dein enormes Engagement als Übungsleiter und Trainer mit mehr als 30-jähriger Kampfrichtererfahrung, als Ruderwart im Vorstand des Dresdner Rudervereins, als Verfasser und ständiger Aktualisierer der Vereinschronik des Dresdner Rudervereins und jahrelanger Strippenzieher im Elbe-Regatta-Verein ist schon vielfach gewürdigt worden. Trotzdem möchte ich, der ich als jugendlicher Aktiver auch durch Deine Hände gegangen bin, Dir auch im Namen aller heute Anwesenden für Deinen nach wie vor ständigen Einsatz für den Rudersport danken.
Deine fast zehnjährige Fleißarbeit als Einzelkämpfer für den Sächsischen Elbe-Regatta-Verein bei der Vorbereitung und Durchführung der Dresdner Ruderregatten spricht Bände. Du hast immer versucht, das bestmögliche für den Rudersport zu erreichen. Dies merken gerade die Sportfreunde des Dresdner Rudervereins auch noch heute, wo du nun schon einige Jahre Rentner bist. Hier sei nur Dein Einsatz bei der Erarbeitung der Bootshallen- und Kraftraumkonzeption für den für 2012 geplanten Ersatzbau und die damit verbundene Erarbeitung optimaler Hallenbelegungspläne erwähnt. Nicht zu vergessen, die erst vor kurzem erschienene ergänzte und überarbeitete Vereinschronik deines Vereins. Lieber Jürgen, als Dank für Dein enormes Engagement erhältst Du heute die Goldene Ehrennadel des Sächsischen Landesruderverbandes.“
Wir gratulieren auf das Herzlichste und freuen uns, dass damit die hervorragende Arbeit in seinem langen Ruderleben gebührend gewürdigt worden ist.
Klaus Kirschner
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Rückblick auf die Arbeit des neu formierten Sächsischen Regatta-Vereins
Gelungenes erstes Probejahr
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Anknüpfend an die Beiträge im letzten Heft der „Ruderblätter“ (IV/2011) möchten wir im alten Jahr Rückschau halten und nach zehn Monaten fleißigen Schaffens ein erstes Resümee ziehen. Unsere Mannschaft, bestehend aus fünf Sportfreunden ist zufrieden mit der Arbeit, der Resonanz und der Gestaltung des ersten Probejahres. Wir haben viel gelernt, es ist noch einiges zu verbessern, aber so ist es eben, wenn man Neues ausprobiert.
Die vom Sächsischen Regatta-Verein organisierten nennenswertesten Veranstaltungen waren:
Am 22./23.Mai 2011 die Dresdner Regatta mit 356 Booten aus 18 Vereinen und 11 Renngemeinschaften am Start.
- Das größte emotionale Event war der Bootskorso zum 33. Evangelischen Kirchentag. Dabei ist dem Sportfreund Uwe Lätsch als Hauptorganisator besonders zu danken.
- Rudern gegen Krebs war eine logistische Herausforderung, die sich aber, je näher der Termin rückte, zum Selbstläufer entwickelte. Dabei waren 58 Boote, 290 Ruderinnen und Ruderer sowie Prominenz.
- Erfolgreich konnten wir auch den 37.Elbepokal mit 88 Booten, 73 Vereinen und 44 Renngemeinschaften am Start ausrichten.
Wir wünschen allen Sportlern, Mitgliedern und Förderern ein erfolgreiches Ruderjahr 2012 mit vielen Erfolgen, schönen Erlebnissen und hoffen weiterhin auf die Mitarbeit und Unterstützung in unserem jungen Verein.
Ingrid Andersch
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Himmelfahrts-Nachtrag zur Weihnachtszeit
„Vierer“-Tour auf „Achterwasser“
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Unser fast schon traditionelles Himmelfahrts- und Trainingswochenende sollte uns in diesem Jahr hoch in den Norden des Landes weit weg vom zum Party-Massen-Event mutierten Kirchentagstrubel führen. Nach einigen Absagen starteten schlussendlich noch Volker Slavik, Thomas Deubner und der Chronist unseres Vereines nebst Rumpffamilien gen Rostock. Mit wilden heidnischen Trankopfern und viel Ruderschweiß wollten wir dort den Feiertag begehen bzw. berudern.
Praktischer Nebeneffekt dabei, dass den in der vorösterlichen Fastenzeit (oh wir Heiden!!) angefressenen und im Rudereinteiler doch recht ins Auge springenden Hüftröllchen mit einigen zusätzlichen, knackigen Trainingseinheiten der (wohl aussichtslose) Kampf angesagt werden sollte. Leider hatten unsere sehr netten Gastgeber vom Rostocker RC keinen Rennzweier für unsere „Größe“. Also waren vier Tage Gig-Boot angesagt, unseren Wanderruderwart wird`s freuen.
Mit Verstärkung von „Stanley“ und Raul brachten wir bei strahlendem Sonnenschein unseren topgepflegten Klinker-Vierer zu Wasser und starteten mit viel Elan und etwas Respekt, sowie einigen Tipps der Einheimischen die Warnow abwärts, in Richtung großes, unbekanntes Meer. Für alle Neuwasser!! Durch den rekonstruierten Stadt- und vorbei an unzähligen Yachthäfen glitten wir mit eleganten Schlägen in Richtung Überseehafen. Vereinzelte DDR-Museumsschiffe säumten das Ufer und wir kamen uns in unserer Nussschale schon recht klein vor, zumal der Fluss immer breiter und der Nordwind stärker wurde. Grünauer Nachmittagswasser wurde im Gedanken zum stillen See. Und dann schaukelten wir vor den ersten Stahlriesen. Mit gehörigem Respekt und Sicherheitsabstand ging es durch den Fährhafen, vorbei an den beiden Becken des Überseehafens hinein in den Breitling.
Der Wellengang war noch recht beachtlich und so verschoben wir das erste Neuwasser-Hopfen-Opfer auf nach der Anlandung. Am Ende der großen Hafenbucht gab es lt. eingeborenen Wanderruderern eine Kneipe für uns. Doch andere Entdecker, ja ganze Völkerschaften warteten dort schon auf uns. Na vielleicht auch nur auf Essen und Bier. Volksfest!! Uns blieb statt Ruhe nur der Ruhm, die einzige Ruderbootsbesatzung zu sein, und die mühsam unterdrückte Bewunderung der Landratten (wahrscheinlich nur Dank deren gemütlichen Alkoholpegels).
Kurz aber kräftig gestärkt und einige Fotos später ging es zurück. Zwei direkt vor uns in See stechende Überseefähren sorgten diesmal für richtigen Nervenkitzel. Wir kamen zwar von rechts…naja, der klügere gab in Person von uns schnell nach. Stoppen und die „Hochhäuser“ vorm Bug vorbei ziehen lassen. „Beeindruckend“ beschreibt das Geschehen nur annähernd. Noch ein paar Schnappschüsse und dann ging es mit reichlich Schiebewind über die salzigen Wellen Richtung Heimathafen bzw. Bootshaus zurück. Einen ob der Aufregung verdienten Beruhigungsschluck in einer Ruderpause möchte der Chronist der Wahrheit halber noch anmerken.
Die nächsten drei Tage begannen für uns beide „Masters“ und die täglich wechselnde Steuerleute mit einer Stunde Frühsport im Gig-Zweier. Nach dem Frühstück folgte dann ein wechselndes Familienprogramm. Radtour nach Warnemünde, am Samstag dann Wanderfahrt Teil2. Diesmal die Warnow aufwärts und mit Verstärkung unserer Frauen plus „Kielschwein“ Matilda.
Geschleust wird zur vollen Stunde und so fuhren wir erst mal straff los, um nicht ewig warten zu müssen. Ca. 30 cm Höhenunterschied, aber keine Chance zum umtragen. Die Schleusentore sind mehr Schutz für das Hinterland. Zwei- bis dreimal Sturmflut pro Jahr wären lt. Schleusenwart die Regel und dann „schwappen“ bis 6 Meter !!!! an und über das Tor. Dahinter noch einige Bungalows a`la Venedig und dann nur noch Natur. Reichlich Natur. Eine Mischung von Misissipidelta und Spreewald incl. der Mücken. Also schneller rudern, als die Viecher fliegen, was auf Grund einiger Hobbykanuten bedingter Steuermanöver nur teilweise gelang.
Begegnung der besonderen Art. Foto: Jens Licker
In Kessin dann das Bootshaus vom ORC. Das Wort „Haus“ trifft es nicht ganz. Ist eher ein kleines Dorf mit -zig Sozial- und Trainingsgebäuden und zwei riesigen Bootshallen. Ich habe noch kein größeres Bootshausgelände gesehen. Mehrere Bootsstege säumen auf ca.500m das Ufer, verziert mit großen Schildern “Anlegen und Betreten Verboten!“. Schade. Also weiter. Zur Abwechslung höchstens mal eine alte Brücke, ansonsten Natur ohne Anlegemöglichkeiten. Dann endlich Papendorf, ein kleiner Ort mit Bootssteg für Wassersportler aller Art. Jetzt konnten endlich Hunger und der uns wie verhext alle Tage begleitende Dauerdurst bekämpft sowie andere dringende Bedürfnisse befriedigt werden. Zur kulturellen Untermalung gab es noch eine große Triathlonveranstaltung. Vom Volkssportler bis zum amtierenden Weltmeister war alles dabei. Im Unterschied zu unserem (dem einzig wahren) Sport werden dort sogar die Letzten frenetisch angefeuert und gefeiert. Super Sportart! Dann hieß es wieder, „selber „Sporteln“ macht fit!“. Der Schleusenwärter macht 17 Uhr Feierabend und für abends war Fischverkostung im alten Hafen vorgesehen. Mit einer Unmenge Natur an beiden Ufern verlief die Rückfahrt ohne größere Höhepunkte und bis auf Claudi´s Blasen sowie einige Mückenstiche auch unfallfrei.
Am Abend ging es dann mit den Rädern in den alten Stadthafen. Dort waren Fisch und diverse einheimische Getränke angesagt. Rostocker Pilsner ist mittlerweile besser als sein „HafenBräu-Ruf“. Das ganze so richtig zünftig im Krähennest (Ausguck) eines alten Schiffes mit einem herrlichen Sonnenuntergang als besonderen Höhepunkt..
Am Rückreisetag gab es dann noch mal eine kurze Abschiedsausfahrt im Vierer . Verstärkt wurden wir durch „AWO“- Ronald Förster, einen ehemaligen „Sachsenwerker“ aus meiner Jugendzeit, welchen es vor Lichtjahren in den Norden zog. Zufälle gibt´s.
Zelte und Wohnwagen waren dann schnell gepackt und Abschied von unseren sehr netten Gastgebern genommen. Der Rest des Tages wurde am nahen Ostseestrand genossen, bevor es auf die leider etwas „stauschnelle“ Heimfahrt ging.
Insgesamt für alle ein sehr schönes Ruder- und Erholungserlebnis mit Wiederholungspotenzial.
AHOI Jens Licker
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46. Wanderrudertreffen in Bingen
Der Rhein mit guten Bedingungen
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Nachdem das ursprünglich bereits für 2008 in Bingen geplante Wanderrudertreffen wegen der Bundesgartenschau nicht stattfinden konnte und deshalb Berlin einsprang, nahm die Binger RG ihr 100 jähriges Vereinsjubiläum zum Anlass der Ausrichtung des 46. DRV Wanderrudertreffens. Leider war ich vom Dresdner Ruderverein der einzige Teilnehmer, vom Meißner RC hatten noch Karin Haustein und Wolfgang Kussatz gemeldet.
Die Anreise zum WRT erfolgte für mich mit einer Vorfahrt unter Leitung von Christoph Ehrle (Köln) auf dem Hochrhein/Oberrhein/Mittelrhein von Rheinfelden bis Mainz bei bestem Wetter. Eine schöne Entschädigung für den schlechten Sommer. Nach Ankunft in Mainz legten wir die Boote auf dem Bootsplatz des Mainzer RVs ab und wurden anschließend mit Kleinbussen des Veranstalters nach Bingen zum Meldebüro gefahren. Nach Anmeldung und Quartierbezug konnte das WRT also beginnen.
Das Wanderrudertreffen in Bingen war ein WRT der kurzen Wege, da das Hotel nur wenige Fußminuten vom WRT-Gelände entfernt war und auch die Lumaquartiere waren nicht weit. Somit konnte es also auch keine Probleme mit nicht funktionierenden Transfers geben.
Für mich begann das Wanderrudertreffen nach Anmeldung mit der Teilnahme an der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Wanderrudern. Der Rahmen war mit einem Raum im Hotel bedeutend besser gewählt als im Vorjahr. Die Versammlung war aber recht schlecht vorbereitet und ein Ruderkamerad musste sich alkoholisiert auch noch profilieren, ich hoffe, dass dies das nächste Mal besser abläuft. Da ich die Selbstdarstellung dieses „Ruderkaspers“ satt hatte, verließ ich die laufende Versammlung, um im Festzelt etwas zu essen und zu trinken.
Leider waren hier um 20:00 Uhr schon zahlreiche warme Gerichte nicht mehr zu haben, ins gleiche Bild passt, dass bereits am ersten Abend das Bier ausging. In gewisser Weise eine logistische Fehlleistung. Der Stimmung am Begrüßungsabend tat dies keinen Abbruch, nachdem das Bier alle war, stiegen viele auf Wein um und irgendwie hat dann doch noch jeder etwas zwischen die Zähne bekommen, aber der Veranstalter scheint hier massiv einiges unterschätzt zu haben. 400 Wanderruderer trinken gerade am Begrüßungsabend mehr als 300 Liter Bier und sehr verwundert war ich auch, dass man nicht davon ausgegangen ist, dass die Leute im Festzelt ihr Abendessen einnehmen wollen. Es waren ja mehrere Vorfahrten unterwegs, die mittags alle nur ein kurzes Picknick hatten.
Am Samstag fand dann die Tagesfahrt von Mainz nach Bingen statt. Die Anreise war umweltfreundlich mit der Bahn organisiert, d. h. nach dem Frühstück in Hotel oder Bootshaus ging es zum Bingener Hbf und von dort dann per Zug nach Mainz. Es waren drei Züge empfohlen und die Mannschaften sollten sich am Abend vorher absprechen, welchen Zug sie nehmen, was natürlich recht schwierig ist, wenn man die Leute nicht kennt. Auch die Bootseinteilungen hatten z. T. Verwunderung ausgelöst. Anstatt die Leute zwischen den Vereinen zu mischen, fanden sich zahlreiche Leverkusener Ruderkameraden in reinen Vereinsbooten wieder.
In einem offenen C-Gigdoppelvierer mit Bug- und Heckabschottung aus Germersheim ruderten wir von Mainz nach Bingen. Zwei Ruderkameraden kamen aus Wilhelmshaven, ein Ruderkamerad aus Berlin und ein Ruderkamerad aus Essen steuerte uns. Wir trafen für den Rhein recht gute Bedingungen an, so dass wir problemlos und sehr zeitig in Bingen eintrafen.
Ich hätte mit diesem Boot aber nicht in Extrembedingungen unterwegs sein wollen, da es weder Bug- noch Heckabdeckungen hatte und sich das Wasser durch die Abschottungen ja auch nicht verteilen konnte. Der Steuermann war übrigens ein gebürtiger Neuwieder und ein sehr guter Rheinsteuermann. Die Empfehlungen des Veranstalters zur Fahrtstrecke waren schon auf die größte Sicherheit ausgelegt und auch bei der Schifffahrt hatten wir den Eindruck, dass diese mehr Sorgfalt als sonst an den Tag legte.
Bei Ankunft in Bingen hatten uns fleißige Helfer das Boot aus dem Wasser und den Bootsanhänger getragen und dort hatten wir es gleich verladen. Im Festzelt gab es dann gut schmeckende Suppe und natürlich das verdiente Bier nach verrichteter Arbeit. Da die Strecke mit 32 km sehr kurz war, war die Ankunft auch recht zeitig. Was ich auch hier wieder beim Veranstalter vermisst habe, dass er im Festzelt kein Kaffee und Kuchen verkauft hatte, für mich unverständlich, denn viele hätten sicher ihr Geld dafür gegeben. Das Geld liegt auf der Straße und der Veranstalter sammelt es nicht auf. Am Samstag Abend gab es dann für die Teilnehmer, die ein Buffet gebucht hatten, ein ordentliches kalt-/warmes Buffet. Hier gab es sowohl von der Quantität als auch von der Quantität nichts auszusetzen.
Der Sonntag war dann wieder der Abschluss des Wanderrudertreffens. Wahrscheinlich erstmalig in der Geschichte des Wanderrudertreffens gab es vor der Feierstunde die Möglichkeit an einem Rudergottesdienst teilzunehmen. Danach begann die Feierstunde des Wanderrudertreffens mit der Auszeichnung der Äquatorpreisträger, der goldenen Fahrtenabzeichen und der Vereinspreise der aktivsten Vereine im Wanderrudern in Deutschland. Eine besondere Anerkennung verdient die Verleihung des 60. Fahrtenabzeichens an Gerhard Wünsch aus Berlin und des 55. Fahrtenabzeichens an Friedel Krüger aus Berlin.
Zum Abschluss des Wanderrudertreffens lud dann der WSV Königs Wusterhausen zum Wanderrudertreffen 2012 ein. Die Tagesfahrt dieses Wanderrudertreffens wird von Klein-Köris nach Königs Wusterhausen gehen. Nach der Feierstunde klang das WRT mit einem Frühschoppen aus.
Abschließend bleibt dem Ausrichter Binger RG und seinem Vorsitzenden Stefan Grunewald-Fischer für die Organisation und Ausrichtung zu danken. Auch wenn es kleinere Pannen bei der Verpflegung gab, war es eine gelungene Veranstaltung, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Binger RG von ihrer Struktur her eher ein Rennruderverein ist.
Dr. Bernhard Trui
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47. Head of the Charles Regatta Boston 22./23. Oktober 2011
Von Platz 26 auf den dritten Rang
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Seit 1999 rudern Ute und Katha im Oktober alljährlich den Head of the Charles, die traditionsreichste Ruderregatta der Welt, im Vierer mit Steuermann. Insgesamt fünfmal konnten wir den knapp 5 km langen Kurs auf dem Charles River gewinnen.
In diesem Jahr wollten wir einfach mal eine neue Herausforderung und entschlossen uns, zusammen mit unseren beiden Bootskameradinnen vom Watercat Rowing Club, in den Achter Senior-Master Eights 50+ Woman umzusteigen.
Also traten am 20.10. Ute, Kathrin und Katha die Reise nach Boston an. Aus Long Beach kamen noch drei weitere Ruderinnen hinzu, die wir auch von verschiedenen FISA Regatten gut kennen, und komplettierten die Crew. Sie brachten auch das Boot mit – eine lange Reise von der West- zur Ostküste.
Da wir bei diesem Event neu waren, also keine Startnummer vom Vorjahr aufweisen konnten, wurden wir ganz hinten eingereiht und erhielten die Bugnummer 26 von 29 Booten. So ein bisschen liebäugelten wir mit einer Platzierung zwischen 5 und 10. Aller 10 Sekunden werden die Boote losgeschickt und schon nach wenigen Minuten ging die Aufholjagd los! Wir überholten mehrere Boote, die auch alle wie im Reglement gefordert Platz machten und unser Steuermann konnte eine optimale Linie fahren. Das Boot mit der Bugnummer 27 blieb uns allerdings dicht auf den Fersen und ließ sich erst auf dem letzten Kilometer leicht abschütteln. Als wir auf der Ziellinie ankamen hatten wir noch etliche weitere Boote eingeholt.
Nach etwa 30 Minuten spannender Erwartung erfuhren wir das Ergebnis: wir konnten über Platz 3 jubeln!
Dieses Rennen hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir im kommenden Jahr wieder an den Start gehen wollen, dann entsprechend dem Reglement mit Bugnummer 3. Wahres Können hat wieder unser Steuermann gezeigt, wie er trotz der vielen vor uns fahrenden Boote konsequent seinen Kurs hielt. Seine Erfahrung machte sich vor allem in den Kurven und den Brückendurchfahrten bezahlt.
Sehr viel Glück hatten wir auch mit dem Wetter, es war ein warmer und sonniger Herbsttag und laut lokaler Zeitungsberichte tummelten sich entlang der Strecke wieder um die 300 000 (!!!!) jubelnde Zuschauer.
Katharina Schubert
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Das Wanderruderjahr 2011 im Rückblick
Besonders attraktive Ziele bei bestem Wetter
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Das Jahr 2011 begeht seinen letzten Monat und auch unser wieder reichlich aktives Wanderruderjahr schließt mit den Fahrten auf der Elbe zum ersten Advent und zum Nikolaustag. Bestes Wetter sollte wohl noch mal unterstreichen, wie gut es uns in dieser Hinsicht -dem Wetter- in der gesamten Saison 2011 gegangen ist. Viele Fahrten waren von Sonnenschein und angenehmen Temperaturen begleitet, wohl etwas die Entschädigung für das vorangehende Jahr, wo es ja wetterbedingt zu regelrechten Fahrtabbrüchen gekommen ist.
Nicht nur das Wetter, sondern auch unsere Ziele waren in diesem Jahr besonders attraktiv. Entsprechende Berichte zu den Fahrten informierten darüber bereits übers Jahr in unseren "Ruderblättern". Und wenn zur Wanderruder-Weihnachts-Feier wieder ein kleiner Überblick die reichlichen Wanderruderkilometer illustriert, werden wohl noch mal nett die Highlights des Jahres in Gigs und Barken aufleben.
Bis nach Italien ging es Richtung Süden zu Pfingsten. Venedig mit der internationalen VOGALONGA-Fahrt und anschließend eine wunderschöne Ruderwoche auf ausgewählt schönen Schweizer Seen verbrachten 14 bzw. 9 Wanderruderer - bei außerdem exzellentem Wetter. Wir besuchten damit zum zweiten Mal in Vereinsgemeinschaft die berühmte VOGALONGA-Fahrt und sollten das auch künftig wieder aufgreifen.
Zwei besondere Veranstaltungen, bei denen auch wir Wanderruderer gestalten und mitmachen durften, waren der Bootskorso zum Kirchentag und die Benefizveranstaltung "Rudern gegen Krebs". Wenn dabei auch der Faktor "unterwegs" und "Kilometer" nicht im Vordergrund stand, waren wohl beide Events dafür mit viel Freude, Gemeinschaft und Symbolik ein Erlebnis für alle.
Im Rahmen unserer neuen Kontakte zum historischen Prunk-Gondel-Verein waren wir auch mit königlichen Würden und unter goldener Krone wieder mit der Barke auf königlicher Tour vom Schloss Pillnitz zum Schloss Übigau unterwegs. In der Aufmachung wie zu August's Zeiten waren wir natürlich im Stadtzentrum die historisch treffende Canaletto-Blick-Ergänzung, die alle touristische Aufmerksamkeit auf uns lenkte.
Unser ansonsten umfangreiches Fahrtenprogramm wurde in diesem Jahr wieder relativ vollständig "abgerudert" - mit viel Freude und immer wieder neuen Erlebnissen - auch auf traditionellen Strecken. Erwähnt sei hier noch die Damenfahrt in zeitlicher Nähe des internationalen Frauentages: zwei, höchst attraktiv weiblich besetzte Barken boten der sich sonst rein landschaftlich rühmenden Sächsischen Schweiz frische, lebendige und reizvolle Ausblicke ganz anderer Art. Wir freuen uns schon auf die reizvolle internationale Damenfahrt 2012!!
Sie steht im neuen Programm neben den weiteren Fahrten, die Euch auch nächstes Jahr wieder öfter in die Barke und ins Boot locken wollen und sollen. Rudern ist Sport und Spaß, beides aber nur, wenn wir dabei sind und mitmachen.
In diesem Sinne wünsche ich Euch erholsame Weihnachtfeiertage und einen guten, gesunden und friedlichen Jahreswechsel. Euer Wanderruderwart und gelegentlicher VL freut sich schon auf wieder zahlreiche und fröhliche Wanderfahrten 2012 mit Euch und mit immer einer Handbreit Wasser unterm Kiel und Fingerstärke Platz neben dem Blatt.
Gunter Blasberg
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Unsere Vereinswanderung zum Buß- und Bettag 2011
Durch den Zschonergrund
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Im Westen unserer Heimatstadt, auf den Wiesen und Feldern um Zöllmen und Pennrich, entspringt ein kleines Gewässer, wird zum Bach und fließt durch einen landschaftlich sehr reizvollen Grund, der sich nach dem Namen des Baches Zschonergrund nennt.
Unser bekannter Vereinswanderleiter Jochen lud uns in dieses kleine Naturparadies vor den Toren der Stadt zum Wandern ein. In Höhe der Autobahnbrücke fließt die „Zschone“ in die Elbe, dort begann unsere Wanderung am Buß- und Bettag, Rückbesinnung auf das vergangene Jahr inmitten der Natur.
47 (!) Sportfreundinnen und Sportfreunde, dazu zwei liebenswerte Hunde, machten sich auf den Weg. Wieder dabei das liebe Viech der Hamburger Sportfreunde. Vorbei an Uwes jetziger Baustelle und dem neu entstehenden Zschonergrundbad, entlang am plätschernden Gewässer, grüßten uns bald die alten Gemäuer der Zschonergrundmühle.
An der Zschoner Mühle. Foto: Andreas Frank
Dank der guten Voranmeldung durch unseren Jochen konnten wir flink unser bestelltes Mittagsmahl genießen und danach dem nicht zu verkennenden Müllermeister zur Führung durch die alte Schrotmühle folgen. Rau aber herzlich ging es zu. Das alte Wasserrad rauschte mächtig, scheinbar war das so in vergangenen Zeiten.
Froh gestimmt wanderten wir immer im Grund aufwärts weiter, die Sonne hatte sich endlich durch die Nebelfetzen gekämpft. Einmal ging es direkt durch den Bachlauf, weil die Brücke gerade neu gebaut wird und schon bald sahen wir die ersten Häuser von Pennrich vor uns. Hier, wo der Zschonerbach also her kommt, war die Wandergruppe weit auseinander gezogen, doch in 15 Minuten kam ja schon die nächste Straßenbahn.
Es war wieder ein schöner Wandertag. Er wird wie alle anderen in die Vereinsgeschichte eingehen. Danke Dir Jochen!
Walter Widany
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