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1911 Die Sächsisch - Böhmische Dampfschifffahrts - AG feierte ihr 75jähriges Bestehen, Vorsitzender Adolf Näther war der Gratulant des DRV. Bei der Internationalen Hygiene- Ausstellung in Dresden war der DRV mit einer Abteilung über den Rudersport vertreten. Zahlreiche Stiftungen trugen zur Erweiterung des Bootsparkes bei. Johannes Mühlberg stiftete eine Steinrampe für den Zugang zum Steg. 7 Siege gab es unter Ruderlehrer Götz, darunter im Stadtachter um den 3. Lingne r- Preis. Der Sächsische Regatta - Verein hatte seine 25 - Jahr - Feier, der DRV schenkte einen silbernen Pokal mit Flagge.
1936 Die 100 - Jahr - Feier des Deutschen Ruderverbandes in Hamburg und die Olympischen Spiele in Berlin bestimmten alle Aktivitäten. Dabei musste sich der DRV auflösen und wurde als „Fachamt Rudern“ Bestandteil des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. George Cordery wurde in Berlin Leiter der Skullerzelle für die Olympiavorbereitung. Gustav Schäfer wurde Deutscher Meister und Olympiasieger im Einer in Grünau. Dies war der sportliche Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte. Die Europameister von 1935 im Zweier o. Stm., E. Schmidt und P. Heyroth vom Dresdner RV schafften die Olympiateilnahme nicht. G. Schäfer wurden zahlreiche Ehrungen zuteil.
Die 50. Dresdner Ruder-Regatta wurde wegen der Olympischen Spiele auf 1937 verlegt. Die sportliche und allgemeine Vereinsentwicklung war unter dem NS-Regime bereits rückläufig. Die Knappheit der Mittel, Einberufungen zum Heer und zum Arbeitsdienst ließen kaum Training zu, so wurden einschließlich der Siege von G. Schäfer nur acht Regattasiege errungen.
Das DRV - Mitglied Kurt Wendschuch, Ehrenmitglied des DRV und Ehrenpräsident des Sächsischen Elbe - Regatta - Verbandes, 1902 bis 1930 dessen Vorsitzender, beging sein 50jähriges Ruderjubiläum. Der SERV richtete einen Jubiläums - Ruderball zu seinem 50- jährigen Bestehen im Städtischen Ausstellungspalast am Stübelplatz aus.
Hilde Gruschupp wurde im DFRV Vereinsmeisterin im Stilrudern vor Gertraude Hirschmann.
1961 Ein Staat unter SED - Regime mauerte seine Bürger ein, dies erlebten einige Mitglieder des Vereins auf ihrer Heimfahrt vom Ostseeurlaub auf Rügen am 12./13.8.1961, als der Zug um Berlin herumfahren musste und Panzer am Bahndamm bei Potsdam standen. Am Bootshaus der SG Dynamo Potsdam wehten noch die Flaggen der Ausscheidungsregatta Ost/ West für die Teilnahme an den Europameisterschaften.
Nachdem 1960 ein großer Teil der Leistungsträger zum SC Einheit delegiert werden musste, blieb das Jahr 1960 mit 17 Siegen wenig erfolgreich. 1961 konnten wieder 25 Siege errungen werden. Zur Jugendmeisterschaft gab es einen 3. Platz im Jugend A – Achter zusammen mit Chemie Pirna. Eberhard Knobloch / Rudolf Werner (Chemie Pirna) wurden NBK - Sieger und waren damit zur Meisterschaft der Senioren startberechtigt, wo sie Deutscher Meister im Leichtgewichts - Doppelzweier wurden – Trainer G. Seifert. Das war der erste Deutsche Meistertitel für die Männer nach 1945.
Manfred Gittel übernahm im Herbst 1961 kommissarisch die Sektionsleitung nach der schweren Erkrankung Siegfried Rosenbergs. Der Stützpunkt des SCE bei uns im Bootshaus wurde wieder aufgelöst. Für die 10malige Erfüllung des Fahrtenwettbewerbs wurden Hela Döring, Charlotte und Gotthard Melzer durch den Verband geehrt. Beim Sportplatzbau gab es noch Restarbeiten zu erledigen. Alfred Böhme, 84 Jahre alt, erhielt für seine exakte Bootsbuchkontrolle und Abrechnung des Fahrtenwettbewerbs die Goldenen Skulls.
1986 Erstmalig konnten Jugendliche an einer Regatta in Usti n. L. teilnehmen und errangen 7 Siege. Zur Förderung des Alterklassen - Ruderns wurde im Rahmen der 97. Dresdner Ruder- Regatta die 1. Internationale Altersklassen - Regatta in Dresden durchgeführt mit Teilnehmern aus Ungarn, Polen und der CSSR. 20 Achter und 37 Vierer folgten der Einladung. Am Abend war im rekonstruierten Kurhaus Bühlau mit seinem schönen Saal ein gut besuchter Abschlussball. Die Regatta sollte aller drei Jahre stattfinden, letztmalig war das zur 100. Dresdner Ruder - Regatta 1989, danach war die Situation anders.
Claudia Blasberg siegte bei den Bezirks - Gruppen - Meisterschaften in Mühlberg im Einer der AK 11. Dagmar Patzschwitz errang dort ihren 111. Sieg ihrer Laufbahn. Zur Bezirksspartakiade in Dresden wurde hinter dem SCE, Pentacon und Meißen nur der 4. Platz belegt. Bei den DDR - Jugendmeisterschaften erreichte einzig der Vierer o. in der Lk. II mit Dirk Müller einen 3. Platz, im Einer wurde er Vierter.
Bei den Meisterschaften der Senioren C (BSG) konnten in Renngemeinschaften 4 Goldmedaillen errungen werden. Hans Pattschull wurde für seinen 600. Trainersieg zur Saisonabschlussfeier im Waldpark - Hotel ausgezeichnet. Die allgemeine Leistungsentwicklung war rückläufig. Dieter Lembke als neuer BfA-Vorsitzender seit 1986 nahm zur JHV Auszeichnungen mit Ehrennadeln des DRSV vor, darunter in Silber für Dr. Heinke, H. Krieger, J. Conrad, S. Rosenberg und in Gold für Dr. Krause. Dr. Bernd Müller wurde als „Vorbildlicher Kampf- und Schiedsrichter des DTSB“ ausgezeichnet.
2001 Am 9.2.2001 fand erstmalig wieder ein Stiftungsfest, das 111., statt. 2001 war das Jahr nach dem Olympiaerfolg von Claudia Blasberg und den Medaillengewinnen bei den Juniorenweltmeisterschaften. Zum Anrudern konnte mit Unterstützung des Förderkreises und von Sponsoren für Claudia Blasberg ein neuer Einer „Olympia“ getauft werden. Sie wurde wieder zweifache Deutsche Meisterin und in Luzern erstmalig Weltmeisterin im Frauen-Leichtgewichts-Doppelzweier.
International errangen Franziska Schubert, Silber zur JWM, und Mandy Emmrich, Bronze beim U23-Nations Cup, Erfolge. Schade nur, dass alle unsere Medaillengewinnerinnen der Juniorinnen von 2000 und 2001 ihre rudersportliche Karriere an USA-Hochschulen / Universitäten mit deren Stipendium fortsetzten und damit dem Verein, der auch Mittel für ihre Förderung aufbrachte, verloren gingen. Für seine gute Nachwuchsarbeit wurde der Dresdner RV mit dem „Grünen Band 2001 der Dresdner Bank“ ausgezeichnet. Claus Mißbach konnte mit einem Anwalt den langjährigen Mietvertrag für unser Bootshaus mit der Stadt Dresden so zum Abschluss bringen, dass die weitere Sportausübung gesichert wurde.
Fördermittel und Bemühungen von H. Krieger und W. Höne ermöglichten die Neupflasterung der Weges von der Bootshalle bis zum Elbweg. Hohe Auszeichnungen des Vereins erhielten Manfred Gittel, goldene Verdienstnadel, Hans Pattschull, Ehrennadel mit Brillant für 60 Jahre Mitgliedschaft und Dr. Jürgen Krause, Ehrenmitglied. Mitglieder des Vorstandes initiierten die Gründung des „Sächsischen Elbe - Regattavereins e.V.“, um für den Rudernachwuchs und den Breitensport die Dresdner Ruder - Regatta zu erhalten.
Dr. Jürgen Krause
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