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Dresdner Ruderverein e. V. – aus der Chronik

 

1867

 

Anfänge des Rudersports in Dresden

 

 

1890
 

 

15.02.: Gründung des Dresdner RV durch Zusammenschluss der
Vereine Albis, Germania und Triton, die zwischen 1872-79 entstanden

1898

 

Einweihung des neuen Bootshauses in Blasewitz

 

 

1917

 

Gründung des Dresdner Frauen-Ruder-Vereins

 

 

1928

 

1. Olympiateilnahme eines DRV-Bootes (Vierer o. Stm.)

 

 

1930

 

Einweihung des neuen Bootshauses des Dresdner Frauen-Ruder-Vereins,  heute DRV-Bootshaus

 

 

1934

 

Gustav ("Gummi"-) Schäfer Deutscher Meister und Europa-Meister im Einer

 

 

1935

 

E. Schmidt / P. Heyroth Deutscher Meister und 2. der Europameisterschaft im Zweier o. Stm.

 

 

1936

 

Gustav Schäfer Deutscher Meister und Olympiasieger in Berlin - Grünau

1945

 

 

13.02.: Zerstörung des DRV-Bootshauses beim Bombenangriff.

Verbot bisheriger Sportvereine und des Ruderns

1946

 

Wiederbeginn des Ruderns in Dresden-Blasewitz im einzigen unzerstörten Bootshaus in Blasewitz unter veränderten Bedingungen im ehemaligen Bootshaus des Dresdner Frauen-Ruder-Vereins

1946-90

 

Rudern in Sport- und Betriebssportgemeinschaften von verschieden Trägerbetrieben mit Rudersektionen
1946-48 FDJ-Wassersportgemeinschaft Blasewitz
1950-51 BSG HO Dresden
1951-52 BSG Empor Dresden
1953-57 BSG Einheit Dresden-Mitte
1958-77 BSG Motor Dresden-Niedersedlitz
1977-99 BSG Sachsenwerk Dresden
 (unter anderem in dieser Zeit 2 Deutsche Meisterschaften, 4 DDR-Meister- und 5 DDR- Jugendmeister (offene Kat.))

1958

 

Gründung der DRV Kameradschaft in der BRD

1989

 

100. Dresdner Regatta mit internationaler Beteiligung

 

 

1990

 

Wiedergründung des Dresdner RV durch Mitglieder der Sektion Rudern der BSG Sachsenwerk einschließlich der Nachfolge des ehem. Dresdner Frauen-Rudervereins

1995

 

Thomas Gräff: Deutscher Jugendmeister und Junioren-Weltmeister im Zweier m. Stm.

1998

 

Claudia Blasberg: 2-fache deutsche Meisterin und WM-Silbermedaille im Leichtgewichts-Doppelzweier; Mandy Emmerich: Deutsche Jugendmeisterin und Silbermedaille der Junioren-WM im vierer ohne Stm.

2000

 

Claudia Blasberg: 2-fache Deutsche Meisterin und Olympia-Silbermedaille Leichtgewichts-Doppelzw. Diana Albrecht / Anja Kalder 2-fache Deut. Jugendm. und Silbermedaille im Zweier o. Jun. -WM; 2x Bronze JWM

2001

 

Claudia Blasberg: 2-fache Deutsche Meisterin und Weltmeisterin im Lgw.-Doppelzweier, Franziska Schubert: 2-fache Deutsche Jugendmeisterin und Silbermedaille der Junioren-WM im Doppelzweier, Auszeichnung mit GRÜNEN BAND der Dresdner Bank.

2002

 

Claudia Blasberg: Deutsche Meisterin und Silber-WM im Lgw.-Doppelzweier;

Andre´ Slavik : Deutscher Jugendmeister im Zweier ohne;

Anne-Katrin Kochan : Gold beim Nation Cup U23 Doppelvierer;

Jahrhunderthochwasser der Elbe, am 17. August Pegel Dresden mit 9,40 Meter

2003

 

Claudia Blasberg: Deutsche Meisterin (ihr 10. Titel !) und Weltmeisterin im Lgw.-Doppelzweier ;

Andre´ Slavik : Deutscher Jugendmeister im Zweier ohne und Achter;

Anne-Katrin Kochan : Deutsche Meisterin U23 im Doppelvierer;

C. Engelmann und L. Riehle : Sieger beim Jugend-Bundeswettbewerb Doppelzweier

2004

 

Claudia Blasberg: Deutsche Meisterin und Weltmeisterin und Olympia-Silbermedaille Athen im Lgw.-Doppelzweier ;

Andre´ Slavik : Gold bei U23-WM in Poznan im Achter;

Anne-Katrin Kochan : Deutsche Meisterin und Silber bei U23-WM in Poznan im Doppelzweier;

Christian Prophet : Deutscher Jugendmeister im Zweier m. Stm.;

Karl Schulze : Deutscher Jugendmeister B im Einer

2005

 

Anika Kniest und Elisabeth Bär :  Deutsche Meister und Gold bei Junioren-WM im Achter;

Karl Schulze : Silber bei Junioren-WM im Doppelvierer;

Mandy Emmrich :  Silber bei WM (Japan) im Vierer;

2006

 

Karl Schulze : Silber bei Junioren A-Meisterschaft im Doppelzweier und Doppelvierer; Gold bei Junioren-WM im Doppelvierer;

Elisabeth Bär : Gold bei Junioren A-Meisterschaft, Bronze bei Junioren-WM, jeweils als Steuerfrau im Achter;

Anika Kniest :  Deutsche Meisterin im Vierer und Achter; Bronze bei U23-WM im Achter;

Andre´ Slavik : Deutscher Meister im Vierer und Achter; Silber bei U23-WM im Achter;

2007

 

Anika Kniest :  Deutsche Meisterin im Vierer und Achter und Silber im Zweier o.;  Silber bei U23-WM im Achter;

Karl Schulze : Deutscher Meister; Silber bei U23-WM,jeweils im Doppelzweier;

Michael Keschka : Silber bei Deutschen Meisterschaft im Leichtgew.-Doppelvierer;

Jan Wöllner, Falco Kapell und Elisabeth Bär : Silber bei Deutschen Junioren-Meisterschaften im Achter

2008

 

Anika Kniest :  Deutsche Meisterin im Vierer und Achter und Silber im Zweier o.;

Michael Keschka : Deutscher Meister im Leichtgew.-Doppelvierer;  Bronze bei U23-WM;

2009

 

Michael Keschka : Silber bei Deutschen Meisterschaft im Leichtgew.-Doppelvierer und Leichtgew.-Einer; Vize-Weltmeister U23WM im Leichtgew.-Doppelvierer;

Anika Kniest : Sieg bei Welt-Cup (München), Vierte bei WM im Achter;

Daniel Reichelt: Silber bei Jugendmeisterschaft U19 im Doppelvierer;

2010

 

Michael Keschka : Deutscher Vize - Meister im Leichtgew.-Einer; Deutscher Meister im U23-Leichtgew.-Einer;

Marcel Jung und Georg Böhme : Bundessieger im Doppelzweier AK 13/14 Leichtgewicht, Langstrecke;

Maximilian Todtwalusch und Kai Miklis: Sieger der Bundesregatta AK 13/14 Leichtgewicht;

NACHGESCHLAGEN  im  Vereins-Archiv

- was geschah vor 100 / 75 / 50 / 25 und 10 Jahren?

1911  Die Sächsisch - Böhmische Dampfschifffahrts - AG feierte ihr 75jähriges Bestehen, Vorsitzender Adolf Näther war der Gratulant des DRV. Bei der Internationalen Hygiene- Ausstellung in Dresden war der DRV mit einer Abteilung über den Rudersport vertreten. Zahlreiche Stiftungen trugen zur Erweiterung des Bootsparkes bei. Johannes Mühlberg stiftete eine Steinrampe für den Zugang zum Steg. 7 Siege gab es unter Ruderlehrer Götz, darunter im Stadtachter um den 3. Lingne r- Preis. Der Sächsische Regatta -  Verein hatte seine 25 - Jahr - Feier, der DRV schenkte einen silbernen Pokal mit Flagge.

1936 Die 100 - Jahr - Feier des Deutschen Ruderverbandes in Hamburg und die    Olympischen Spiele in Berlin bestimmten alle Aktivitäten. Dabei musste sich der DRV auflösen und wurde als „Fachamt Rudern“ Bestandteil des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. George Cordery wurde in Berlin Leiter der Skullerzelle für die Olympiavorbereitung. Gustav Schäfer wurde Deutscher Meister und Olympiasieger im Einer in Grünau. Dies war der sportliche Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte. Die Europameister von 1935 im Zweier o. Stm., E. Schmidt und P. Heyroth vom Dresdner RV schafften die Olympiateilnahme nicht. G. Schäfer wurden zahlreiche Ehrungen zuteil.

Die 50. Dresdner Ruder-Regatta wurde wegen der Olympischen Spiele auf 1937 verlegt. Die sportliche und allgemeine Vereinsentwicklung war unter dem NS-Regime bereits rückläufig. Die Knappheit der Mittel, Einberufungen zum Heer und zum Arbeitsdienst ließen kaum Training zu, so wurden einschließlich der Siege von G. Schäfer nur acht Regattasiege errungen.

Das DRV - Mitglied Kurt Wendschuch, Ehrenmitglied des DRV und Ehrenpräsident des Sächsischen Elbe - Regatta - Verbandes, 1902 bis 1930 dessen Vorsitzender, beging sein 50jähriges Ruderjubiläum. Der SERV richtete einen Jubiläums - Ruderball zu seinem 50- jährigen Bestehen im Städtischen Ausstellungspalast am Stübelplatz aus.

Hilde Gruschupp wurde im DFRV Vereinsmeisterin im Stilrudern vor Gertraude Hirschmann.

1961 Ein Staat unter SED - Regime mauerte seine Bürger ein, dies erlebten einige Mitglieder des Vereins auf ihrer Heimfahrt vom Ostseeurlaub auf Rügen am 12./13.8.1961, als der Zug um Berlin herumfahren musste und Panzer am Bahndamm bei Potsdam standen. Am Bootshaus der SG Dynamo Potsdam wehten noch die Flaggen der Ausscheidungsregatta Ost/ West für die Teilnahme an den Europameisterschaften.

Nachdem 1960 ein großer Teil der Leistungsträger zum SC Einheit delegiert werden musste, blieb das Jahr 1960 mit 17 Siegen wenig erfolgreich. 1961 konnten wieder 25 Siege errungen werden. Zur Jugendmeisterschaft gab es einen 3. Platz im Jugend A – Achter zusammen mit  Chemie Pirna. Eberhard Knobloch / Rudolf Werner (Chemie Pirna) wurden NBK - Sieger und waren damit zur Meisterschaft der Senioren startberechtigt, wo sie Deutscher Meister im Leichtgewichts - Doppelzweier wurden – Trainer G. Seifert. Das war der erste Deutsche Meistertitel für die Männer nach 1945.

Manfred Gittel übernahm im Herbst 1961 kommissarisch die Sektionsleitung nach der schweren Erkrankung Siegfried Rosenbergs. Der Stützpunkt des SCE bei uns im Bootshaus wurde wieder aufgelöst. Für die 10malige Erfüllung des Fahrtenwettbewerbs wurden Hela Döring, Charlotte und Gotthard Melzer durch den Verband geehrt. Beim Sportplatzbau gab es noch Restarbeiten zu erledigen. Alfred Böhme, 84 Jahre alt, erhielt für seine exakte Bootsbuchkontrolle und Abrechnung des Fahrtenwettbewerbs die Goldenen Skulls.

1986  Erstmalig konnten Jugendliche an einer Regatta in Usti n. L. teilnehmen und errangen 7 Siege. Zur Förderung des Alterklassen - Ruderns wurde im Rahmen der 97. Dresdner Ruder- Regatta die 1. Internationale Altersklassen - Regatta in Dresden durchgeführt mit Teilnehmern aus Ungarn, Polen und der CSSR. 20 Achter und 37 Vierer folgten der Einladung. Am Abend war im rekonstruierten Kurhaus Bühlau mit seinem schönen Saal ein gut besuchter Abschlussball. Die Regatta sollte aller drei Jahre stattfinden, letztmalig war das zur 100. Dresdner Ruder - Regatta 1989, danach war die Situation anders.

Claudia Blasberg siegte bei den Bezirks - Gruppen - Meisterschaften in Mühlberg im Einer der AK 11. Dagmar Patzschwitz errang dort ihren 111. Sieg ihrer Laufbahn. Zur Bezirksspartakiade in Dresden wurde hinter dem SCE, Pentacon und Meißen nur der 4. Platz belegt. Bei den DDR - Jugendmeisterschaften erreichte einzig der Vierer o. in der Lk. II mit Dirk Müller einen 3. Platz, im Einer wurde er Vierter.

Bei den Meisterschaften der Senioren C (BSG) konnten in Renngemeinschaften 4 Goldmedaillen errungen werden. Hans Pattschull wurde für seinen 600. Trainersieg zur Saisonabschlussfeier im Waldpark - Hotel ausgezeichnet. Die allgemeine Leistungsentwicklung war rückläufig. Dieter Lembke als neuer BfA-Vorsitzender seit 1986 nahm zur JHV Auszeichnungen mit Ehrennadeln des DRSV vor, darunter in Silber für Dr. Heinke, H. Krieger, J. Conrad, S. Rosenberg und in Gold für Dr. Krause. Dr. Bernd Müller wurde als „Vorbildlicher Kampf- und Schiedsrichter des DTSB“ ausgezeichnet.

2001 Am  9.2.2001 fand erstmalig wieder ein Stiftungsfest, das 111., statt. 2001 war das Jahr nach dem Olympiaerfolg von Claudia Blasberg und den Medaillengewinnen bei den Juniorenweltmeisterschaften. Zum Anrudern konnte mit Unterstützung des Förderkreises und von Sponsoren für Claudia Blasberg ein neuer Einer „Olympia“ getauft werden. Sie wurde wieder zweifache Deutsche Meisterin und in Luzern erstmalig Weltmeisterin im Frauen-Leichtgewichts-Doppelzweier.

International errangen Franziska Schubert, Silber zur JWM, und Mandy Emmrich, Bronze beim U23-Nations Cup, Erfolge. Schade nur, dass alle unsere Medaillengewinnerinnen der Juniorinnen von 2000 und 2001 ihre rudersportliche Karriere an USA-Hochschulen / Universitäten mit deren Stipendium fortsetzten und damit dem Verein, der auch Mittel für ihre Förderung aufbrachte, verloren gingen. Für seine gute Nachwuchsarbeit wurde der Dresdner RV mit dem „Grünen Band 2001 der Dresdner Bank“ ausgezeichnet. Claus Mißbach konnte mit einem Anwalt den langjährigen Mietvertrag für unser Bootshaus mit der Stadt Dresden so zum Abschluss bringen, dass die weitere Sportausübung gesichert wurde.

Fördermittel und Bemühungen von H. Krieger und W. Höne ermöglichten die Neupflasterung der Weges von der Bootshalle bis zum Elbweg. Hohe Auszeichnungen des Vereins erhielten Manfred Gittel, goldene Verdienstnadel, Hans Pattschull, Ehrennadel mit Brillant für 60 Jahre Mitgliedschaft und Dr. Jürgen Krause, Ehrenmitglied. Mitglieder des Vorstandes initiierten die Gründung des „Sächsischen Elbe - Regattavereins e.V.“, um für den Rudernachwuchs und den Breitensport die Dresdner Ruder - Regatta zu erhalten.

Dr. Jürgen Krause

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