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Von Ereignissen & Erlebnissen aus Quartal 4

Elbepokal

Den letzten Ruder-Wettkampf des Jahres stellte für unseren Nachwuchs der Elbepokal dar. Bei dieser sächsischen Langstrecke vor der Haustür startete unsere Trainingsgruppe in diesem Jahr nur mit einem Boot, dem Mädchen 4x+ 12/13, also unseren Landesmeisterinnen Lisa Pavlasek, Beatrice Krause, Sandra Schnorrbusch, Tina Schreider sowie Steuerfrau Alexandra Zimmermann.

Grund dafür: Der Elbepokal fand am letzten Ferienwochenende im Herbst statt. Viele Sportler waren noch mal im Urlaub und somit ein vorbereitendes  Training für sie nicht möglich. Unsere Mädels wollten es allerdings noch mal wissen. Sie fuhren bei besten äußeren Bedingungen ein beherztes Rennen und erzielten am Ende einen knappen zweiten Platz.

Der Sieg wurde schon am Start durch die neue Massenstartreglung unmöglich. Der Vierer der Mädchen aus Pirna behinderte unser Boot, die Aufholjagd auf den Leipziger Vierer begann und am Ende  rechte es zu Platz zwei. Die Mädels waren etwas enttäuscht, denn Platz Eins war nach den letzten Siegen das erklärte Ziel.

Die Revanche kommt im nächsten Jahr. Und nun: Auf ins Wintertraining!

Grit Mund

 

Talentiade

Im Jahreskalender stehen für unsere jungen Ruderer zwei Talentiaden im Wettkampfplan. Im Frühjahr starten alle sächsischen Ruderer in Dresden, im November treffen sich alle in Leipzig. Mit mehr als 30 jungen Sportlern meldeten wir uns zur Talentiade in Leipzig am 12. November an. Leider konnten nur 23 von ihnen an den Start gehen, da die Defekt- bzw. Virushexe wie immer um diese Zeit umging.

In verschiedenen Disziplinen müssen unsere jungen Ruderer nachweisen, dass sie allgemeinathletisch gut ausgebildet sind, kämpfen um die besten Weiten, Zeiten und Wiederholungen. Liegestütze, Seilspringen, Dreierhopp, Medizinballstoß, Kastenbumerang, 30 m fliegend und Ausdauerlauf heißen die Disziplinen, bei denen jeder Sportler um eine Leistungssteigerung kämpft. Die unterschiedliche Bewertung einiger Wettkampfrichter bringt nicht immer das richtige Endergebnis, das persönliche Engagement der Sportler ist aber im Endergebnis abzulesen.

Aus unserem Verein konnten zwei Sportler am Ende ganz oben auf dem Siegerpodest stehen. Dass es sich dabei um die Geschwister Kai und Annika Miklis handelte zeigt, dass der Ehrgeiz und das Können oftmals in der Familie steckt und die Vorbildwirkung eine besondere Unterstützung ist.

Außerdem könnten sich bei diesem Wettkampf  viele Jungen und Mädchen unseres Vereins über persönliche Bestleistungen und Urkunden freuen, auch wenn sie nicht ganz oben auf dem Siegerpodest standen. Natürlich gab es auch Ergebnisse, die nicht so zufriedenstellend waren.

Fazit: Die  Trauben hängen in Sachsen sehr hoch. Nur wer fleißig, zielstrebig und konzentriert trainiert, wird den Erfolg im nächsten Jahr ernten.

Bei der Organisation gab es leider wieder Zeitprobleme, sodaß sich der Wettkampf viel länger als geplant hinzog. Das  sollte in der Zukunft besser gelöst werden, damit die Talentiade auch im nächsten Jahr ein attraktiver Talentwettstreit für alle sächsischen Rudervereine wird.

Grit Mund

 

Saisonabschlussfeier der Ruderjugend

Am Sonntag, dem 13. November 2011 war es  wieder soweit. Im Bootshaus fand die Saisonabschlussfeier für unsere Kinder und Jugendlichen statt. Zu dieser Veranstaltung laden wir natürlich auch die Familien unser Sportler ein, denn ohne deren Hilfe wären viele Aktionen im Jahresverlauf unmöglich. Allein die Fahrdienste zu den Regatten und Ruderlagern, die Unterstützung bei Festen mit kleinen Sachgeschenken, Büroartikeln,......., die mentale Hilfe und viele Dinge mehr.

Das gemeinsame Kaffeetrinken stellte auch in diesem Jahr den Beginn dieses Festtages dar. Beim Blick auf das Kuchenbuffet  war wie immer festzustellen, dass sich viele Superbäcker unter uns befinden. Die Kuchenspende hilft uns nicht nur sparen, sie verwöhnt unseren Gaumen auch mit vielen leckeren Dingen und ist somit ein würdiger Anfang unserer Abschlussfeier. Schwierig nur auf den Magen zu hören, wenn er das Signal „satt“ gibt und noch so viele leckere Sachen gekostet werden müssten. Irgendwann hatte das Schlemmen dann doch ein Ende und alle Aufmerksamkeit wandte sich dem zweiten Teil, unserer Sportlerehrung, zu.

Das Saison-Resümee  beschäftigte sich mit dem vergangenen Wettkampfjahr, unseren sportlichen Höhepunkten, den Erfolgen, der individuellen Leistungsentwicklung und natürlich mit der Ehrung der besten Sportler. Eine kleine Rede zu den großen Dingen in diesem Jahr, die auch immer wieder zum Nachdenken anregen soll.

„Kleiner Mann ganz groß“ müsste man es mit den Worten berühmter Sportreporter beschreiben, obwohl er das nicht gern hört. Die paar Zentimeter, die Kai Miklis zu seinem Glück fehlen, hat er mit seinen sportlichen Leistungen immer wieder außer Kraft gesetzt.  Mit sehr viel Disziplin, Ehrgeiz und Engagement gelang ihm das zweite Jahr in Folge der Sieg im Bundesfinale beim Bundeswettbewerb. Im letzten Jahr gemeinsam mit Maximilian Todtwalusch im leichten Doppelzweier der AK 13/14 auf dem Siegertreppchen,  hatte er in diesem Jahr in München diesen Platz für sich allein. Im leichten Einer der AK 14 bot er ein überragendes Rennen und erntete den Lohn für seine akribische Arbeit im Training. Insgesamt sammelte er mehr als 10 Siege in diesem Jahr, ist für uns ein ganz “Großer“ und für viele jüngere Sportler ein Vorbild.

Mit Sandra Schnorrbusch, Tina Schreider, Dominik Olwig, Georg Böhme, Rico Hirche, Ferdinand Auerswald, Max und Paul Roßberg, Alexandra Zimmermann sowie Stephanie Engelmann wurden weitere Sportler für ihre tolle Rudersaison ausgezeichnet. Viele individuelle Leistungen galt es zu benennen, denn eine gute Wettkampfsaison zeigt sich nicht nur in gesammelten Siegen.

Insgesamt kann unser Verein auf ein erfolgreiches Regattajahr im Kinder- und Jugendbereich zurückblicken. Wir wollen uns natürlich auf diesen Erfolgen nicht ausruhen. Es gilt weiter fleißig zu trainieren, ohne dabei die Schule oder Ausbildung zu vernachlässigen. Fleiß, Einsatzbereitschaft, Disziplin, Ehrgeiz und persönliches Engagement sind die Grundlage für ein erfolgreiches Bestehen , nicht nur im Sport sondern in allen Lebensbereichen.

Wie wahr diese Worte sind, konnte uns dann einer unserer erfolgreichsten Sportler des Vereins verdeutlichen. Michael Keschka, U 23-Weltmeister im Einer im Leichtgewicht, jetzt in der Ruderbundesliga in Renngemeinschaft vertreten, zeigte seinen sportlichen Werdegang im Hochleistungsbereich in lockeren und ernsten Geschichten, untermalt mit vielen Fotos aus dieser Zeit. Er erzählte bewegende, spannende, nachdenkliche Dinge, die Höhen und Tiefen, von den Siegen und persönlichen Niederlagen.

Auch wenn er im Leistungssport den ganz großen „Sieg“- eine Olympiateilnahme – nicht erreichen konnte, so haben ihn die vergangenen Jahre sehr geprägt und ein gutes Rüstzeug für seine Zukunft mitgegeben. Schön, dass er bei jeder Veranstaltung sein Interesse für uns und unseren – seinen - Verein zeigt und uns die Treue hält. Im nächsten Jahr drücken wir dann unserer Anika Kniest besonders die Daumen, damit es mit der Qualifikation für London 2012 noch etwas wird.

Den Ausklang des Abends bildete ein traumhaftes kaltes Buffet, mit  tollen Salaten und „tausenden“ Köstlichkeiten, mitgebracht von den Sportlern, Eltern und Trainern, das nicht  zu bewältigen war. Nochmals vielen Dank an alle, die uns in dieser Saison unterstützt haben. Bleibt uns weiter erhalten, nur gemeinsam werden wir alle unsere Ziele erreichen.

Eure Quälixe

Grit und Co

 

2. Blasewitzer Ergo-Cup

Unser Nachbarverein USV TU Dresden veranstaltete am 19. November einen Ergometerwettkampf für Sportler aller umliegenden Vereine. Daran nahmen jedoch nur Sportler der TU und von uns, vom DrRV teil. Beide Vereine brachten alle Ergometer der neuesten Concept2-Generation, die sie besaßen in das Bootshaus des USV. Dort wurden sie miteinander „verkabelt“ und durch die auch bei größeren Wettkämpfen der Art gängige Software wurden die spannenden Rennen für die Zuschauer einsehbar. Die Streckenlänge variierte je nach Alter von 500m bei den Jüngeren bis 1000m für die Erwachsenen.

In ihrer Altersklasse siegten über 500m Beatrice Krause (’98), Justus Böttcher (’97) und Max Roßberg (’99). Als absoluter Neuling im Rudersport fuhr unser „kleiner“ Max Hartmann (’99) ein beherztes Rennen, auch wenn für ihn das Sportgerät noch etwas groß und schwergängig erschien. Mit ein paar Zentimetern mehr Körperlänge und Kilogramm an Masse wird sich das aber schnell ändern! Rico Hirche (’98) musste sein Rennen leider krampfbedingt aufgeben.

Weiter waren über 1000m Paul Mauch (’90) und Nico Wessely (’89) am Start. Für uns war es eine Standortbestimmung innerhalb der Achtermannschaft für das folgende Jahr. Das Resultat diente bei allen Teilnehmern der Motivation für das erst kürzlich begonnene Wintertraining.

Für das kommende Jahr wäre es schön, wenn sich noch mehr Aktive für die doch recht kompakten Streckenlängen finden würden. Einen Leistungsvergleich quasi ohne Anreiseweg findet man so schnell nicht wieder.

Vielen Dank den Organisatoren, allen voraus Initiator Christian Sommer!

Nico Wessely

 

Drei neue C-Trainer in unseren Reihen

Am Tag der Jugendweihnachtsfeier, dem 4. Dezember, kehrten am frühen Nachmittag unsere drei frisch gebackenen…ähm…ausgebildeten Trainer mit der Lizenz „C“ in der Tasche ins Bootshaus zurück.

Sie hatten zum wiederholten Mal ein komplettes Wochenende (Freitag bis Sonntag) außerhalb verbracht, um an die grundlegenden Kenntnisse, die als Trainer unerlässlich sind, herangeführt zu werden. Weiterhin wurde das neue Wissen gleich vor Ort praktisch getestet. Dies geschah teilweise zum Leid der übrigen Kursteilnehmer. Aber man kannte sich ja weitestgehend.

Den Abschluss stellte das letzte Wochenende in Leipzig dar. Es war schließlich eine Prüfung abzulegen. Erfolgreich taten dies Franziska Röher, Caroline Engelmann und Philip Gäbert. Wir gratulieren ganz herzlich dazu! Wir haben mit ihnen jetzt, neben unseren bereits fertigen Trainern, nicht mehr „nur“ Übungsleiter, sondern ausgebildete Trainer in der Ruderausbildung für unsere Jüngsten zur Verfügung. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Nico Wessely

 

Nikolaus-Ergometer-Cup

Am Sonntag, dem 4. Dezember 2011 ging es wieder sportlich bei uns im Verein zu. Zum 5. Mal luden wir alle Sportler, Mitglieder und Nichtmitglieder, Eltern, Großeltern, Geschwisterkinder ein, an unserem Nikolaus-Ergometer-Cup teilzunehmen.

Da die Starterfelder von Jahr zu Jahr wuchsen,  haben wir uns seit 2009 in der Turnhalle der 32. MS eingemietet, um den Wettkampf durchführen zu können. Allerdings gab es in diesem Jahr sehr viele kurzfristige Absagen wegen Krankheit, so dass wir 2h vor Beginn unseren Saal zur „Ergo- Arena“ umfunktionierten. Umgeben von vorweihnachtlichem Flair, auf gemütlich engem Raum traten ab 10:00 Uhr 32 Sportlerinnen und Sportler zum Kampf um die begehrten Nikoläuse  in Rennen über 500m sowie 1000m an.

Bei Superstimmung, angefeuert von allen, konnten wir spannende Rennen und viele tolle Ergebnisse sehen. Angefangen von unseren ältesten Teilnehmern um die Männer Master Christian Sommer (68) und Bernd Licker (69) bis zu den Jüngsten mit Clemens Hentzschel (9) und Sebastian Schaar(10) fuhr jeder um die bestmögliche Zeit.

Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme unserer Masterfrauen Katrin Geffers und Katharina Schubert sowie Master Matthias Kochan. Diese drei Sportler hatten geraden ein intensives Wassertraining im Vierer absolviert und ließen sich zu einer spontanen Teilnahme ganz schnell überreden. Die gefahrenen Zeiten der drei konnten sich trotz vorherigen Trainings absolut sehen lassen. Das brachte Beifall von allen Seiten und einen kleinen Sachpreis als Lohn.

Alle  einzelnen Ergebnisse sollen hier nicht erwähnt werden, da wir fast alle für die gezeigten Leistungen nennen müssten. Im Bootshaus hängen die Listen zum Nachlesen aus.

Wir gratulieren besonders den Siegern:

  • Clemens Hentzschel   (Knirpse)   2:38,3 min
  • Markus Steinfelder    (AK 11)   2:09,9 min
  • Max Roßberg    (AK 12)   3:47,3 min 1000m
     
  • Ferdinand Auerswald  (AK 13)   3:40,8 min 1000m
  • Justus Böttcher   (AK 14)   3:23,3 min 1000m
  • Dominik Olwig   (JMB)    3:21,6 min 1000m
     
  • Christian Sommer   (MM)    1:33,6 min
  • Ronny Hübner  (Vati´s)   1:45,7 min
  • Annika Miklis   (AK 11)   4:35,7 min 1000m
     
  • Beatrice Krause  (AK 13)   3:48,1 Min 1000m
  • Sina Kühne   (JFB)    3:33,2 min 1000m
  • Kathrin Böttcher  (Mutti´s)   2:03,4 min
     
  • Katrin Geffers   (MF C)    1:45,9 min
  • Katharina Schubert ( (MF D)    1:50,3 Min

Den krönenden Abschluss bildeten unsere Mixstaffeln über 6x200m. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, jeder Meter wurde hart umkämpft, die Anfeuerungsrufe der Mannschaftsmitglieder brachten den Saal zum Beben. Am Ende wurden die Mannschaften für Platz 1 bis 4 geehrt, Sieger waren trotzdem alle.

Im nächsten Jahr planen wir den Nikolaus-Ergo-Cup an einem Samstag nachmittag Anfang Dezember. Wir werden zeitig für diesen Wettkampf werben und hoffen auf viele Teilnehmer aus allen Trainingsgruppen.

Grit Mund

Aus dem Winterlager berichtet:

Winter im Märchenwald- Korenov 2012

Wie man es von Märchen seit alters her gewohnt ist, soll auch dieses in der entsprechenden Weise beginnen......

 

.....es war einmal ein schönes Fleckchen Erde, gelegen inmitten von herrlichen Wäldern, etwas verborgen in den bergigen Höhen. Hier und da ein Häuschen, eine Kirche oder ein Gasthaus am Wegesrand.

Da es das fleißige Mädchen, welches zuvor schon die Äpfel vom Bäume geschüttelt und die fertigen Brote aus dem Ofen gezogen hat, recht gut meinte, war die Landschaft ringsum in herrliches Weiß von Schneekristallen gehüllt und verzauberte die Erde in eine phantasievolle Winterlandschaft.

Inmitten dieser malerischen Gegend fand sich eine Herberge. Grad vor wenigen Tagen war hier ein munteres Völkchen aus dem fernen Sachsenland eingekehrt.

Es waren liebenswürdige, hilfsbereite, engagierte, tatkräftige, begeisterte, anständige, jugendliche, schwungvolle, höfliche, genügsame, dynamische, strebsame, wohlwollende, freundliche und zuvorkommende Menschen, die Meisten von ihnen noch jüngeren Alters.

Begleitet wurde diese Schar von den besten, liebsten, anmutigsten, einfallsreichsten, aufgeschlossensten, charmantesten, anmutigsten, einfallsreichsten, aufmerksamsten, unterhaltsamsten, respektvollsten, kultiviertesten, motivierendsten, verständnisvollsten, erquickendsten, gütigsten, nachsichtigsten, tolerantesten, sanftesten, aufopferndsten und großherzigsten, in der Blüte und Reife ihres Lebens stehenden Betreuern, die mit Weisheit und Würde ein leuchtendes Vorbild für die ihnen anvertrauten gaben.

Ja, ihr habt es schon gemerkt, es ist gar kein richtiges Märchen. Wir waren wie in jedem Jahr in der ersten Winterferienwoche unterwegs im Skilager- rund 70 Sportlerinnen, Sportler, Trainer und Betreuer aus drei sächsischen Vereinen. Und doch war es wie im Märchen. Denn „Winter im Märchenwald“ war nicht nur das Motto für unseren Kulturabend. In unseren abendlichen Betreuerrunden haben wir nicht nur den Tagesablauf und die Skigruppen für den nächsten Tag abgesprochen.  Beim Durchstöbern unserer „ Köpfe“ nach Märchen für unseren Abschlussabend fiel uns auf, wie sehr wir uns in vielen dieser überlieferten Geschichten wiederfinden konnten.

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Spielrunde im Winterlager                Foto: Grit Mund

Denn, wie das im Märchen so ist, stecken in jedem ein bisschen Wahrheit, Wunsch und Glaube.

Na gut, bei uns haben die Eltern (Gert und Simone Röher) von Hänsel (Thomas Grasshof) und Gretel (Katja Pälecke) ihre Kinder im Wald in der Nähe eines Skilagers ausgesetzt, damit sie mal eine Auszeit haben und die Kids den PC mal vergessen.

Und Rumpelstilzchen (Rudi Löffler )suchte bei seinem Tanz um das Feuer nur neue Ruderkinder nach dem Motto „Heute sind die ersten Schritte dran, morgen schnallen sie die Ski für ein paar Kilometer an, übermorgen sind sie den ganzen Tag auf der Tour. Ach wie gut das niemand weiß, dass ich Rudertrainer Rudi Löffler heiß.“

Ja, so wie Hänsel und Gretel „ ergaben“ sich alle unsere Sportler ihrem „Glückslos“, mit uns in einem Trainingslager zu sein, trainierten fleißig, nutzten die tollen Loipen und Schneeverhältnisse, um ihre Skitechnik, Koordination sowie Kondition in den Trainingseinheiten zu verbessern.

.....die Szenen glichen malerisch, verführerisch einem Leben, wie man es sich nicht besser hätte wünschen oder träumen können.

Weiter zu unserem Märchen. Einer der sieben Zwerge (Gerald Saalfeld) fühlte sich wie alle sieben auf einmal, als er den Wolf (Gert) traf.“ Ihn interessierten solche Fragen, wie:

„ Wer hat meine Ski weggenommen?“ oder“ Wer hat meine Thermosflasche eingesteckt?“.

“ Wer hat meinen Apfel über den Gang gerollt, wer hat meine Mütze versteckt, wer hat die Heizung abgedreht, wer hat meine Sachen im ganzen Zimmer verstreut?“

Und wer hat in diesem Jahr dafür gesorgt, dass es immer Wasser zum Duschen gibt?“

Komisch, waren wir  jetzt im Märchen oder nicht? Es kam einem doch sehr bekannt vor.

Jedenfalls stellte der Wolf fest, dass die Probleme von Zwerg Gerald gegenüber seinen Eigenen sehr klein sind. Ihn bewegten ganz andere Dinge. Ständig musste er den sieben       (es waren eher 52) Geißlein, diesen Sportwichten, hinterher.

O-Ton: „Die Eine ist gerade nicht in ihrem Zimmer, die Andere muss gerade noch mal aufs Klo (meist zu dritt), der Nächste hat die Handschuhe vergessen, ein Anderer muss nur schnell noch ein Briefchen weitergeben, wieder ein Anderer muss noch schnell in der Küche was trinken, einer ist dabei sich gerade noch zu verlinken und einer tut noch von der Ferne winken.

Also diese Parallelen  waren doch  verblüffend.

Wolf und Zwerg zogen also weiter durch den Winterwald, warum sie das rückwärts taten bleibt ihr Geheimnis.

Draußen tobte wilder Flockenwirbel, die schön gespurten Loipen verschwanden unter den Schneebergen und unsere Ski auch. Die Sicht beschränkte sich teilweise auf wenige Meter, aber

.....drinnen in der heimelichen Stube ergötzte und vergnügte sich unser Völkchen bei allerlei Sport, Gymnastik und Spiel. Freude, Enthusiasmus und Begeisterung ließen sich kaum bändigen. Vom Weitermachen hielten lediglich die Mahlzeiten ab.

Wie in jeder guten Familie ist Sport ja nicht alles, sondern man sucht sein Vergnügen auch in anderer Weise und da muss man sich auch sehen lassen können.

Eine rote Kappe (Ulli Woigk) alias Rotkäppchen:...“ Boah eyh, ich muss hier raus, das hält ja keiner aus, dieses ewige Herumgehopse. Ein Liter Wimperntusche eingepinselt und ein Kilo Makeup aufgespachtelt – hübsch restauriert- man weiß ja nicht wem man so begegnet. Blöd das dieses Zeug beim Training so verläuft.

Sprach es, nahm das Handy, um Dornröschen (Katja) aus dem Mittagsschlaf zu holen, welche ihren Nachtschlaf auf die Mittagspause verlegte. Das Ergebnis dieses brutalen Weckanrufs: Dornröschen glaubte, sie muss noch Linsen sortieren (Zimmer aufräumen)- ein Alptraum.

Machen wir es kurz. Auf dem Weg in die Disko trafen sie Aschenputtel (Katja), die mit dem Prinz ihrer Träume (Thomas) tanzte. Pünktlich zur angesetzten Nachtruhe verschwand sie von der Disko, verlor ihr Handy (für verloren gegangene Sachen gibt es zu viele Beispiele) und ihren Prinzen, der sie später auf Grund der richtigen Handy Pin wiederfand.

Da nun alles glücklich geendet, die Schneefräse uns gefunden und aus unserem Wald befreit hat, konnten alle glücklich wieder in die Heimat fahren und uns endlich wieder rückwärts bewegen.

Eine Szene noch: Vier Sportler sitzen im Boot und verlieren einen Steckschlüssel. Ein  großer Frosch (Rudi) steigt aus dem Wasser empor:

..Ich bin ein verwunschener Prinz,...wenn ihr mich küsst, dann bringe ich euch euren goldenen Schlüssel  zurück und verwandele mich. Sie küssten ihn und Peng. Der Frosch hatte gelogen. Er war kein verwunschener Prinz sondern......ein Kanute.

Deshalb bleiben auch in Zukunft unsere Steckschlüssel im Wasser verschwunden.

Ja, so märchenhaft ging es bei uns zu. In unserer  märchenhaften Vorstellung steckten viele Alltagserlebnisse aus unserem Winterlager.

Wir hatten wieder ein sehr schönes, ereignisreiches, erfolgreiches, unvergessliches, schneereiches, abenteuerliches,........., Super-Skilager in Korenov.

Unser Betreuerteam war eine märchenhafte Bande, die durch eine tolle Zusammenarbeit glänzte. Unsere Sportler haben eine gute Grundlage für die kommende Saison gelegt, sind als Ruderjugend zusammengewachsen und wir alle freuen uns auf Korenov 2013:

 

Die Märchentante Grit Mund

(Nach tatkräftiger Vorarbeit durch Steffen Buschmann, der leider am Kulturabend fehlte. Welche Rolle er wohl bekommen hätte?)

Übrigens, bei der Märchenauswahl haben wir ca. 50 Märchen gefunden, die uns noch aus der Kindheit geläufig waren. Versucht es auch mal!!!

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