Wanderfahrt Zernsdorf 30.-31. August 2025

Wanderfahrt Zernsdorf 30.-31. August 2025

Wanderfahrt Zernsdorf 30.-31. August 2025

Nachdem wir im vergangenen Jahr und im Frühjahr 2025 einen kleinen Teil der Berliner Seenplatte erkundet hatten, setzen wir die Erkundung der Flüsse und Seen fort.

Der Ausgangspunkt war der Ruderverein Zernsdorf. Idyllisch auf einer kleinen Landzunge am Krüpelsee gelegen mit einem wunderschönen Bootshaus mit Zwei- und Dreibettzimmern.

Bei unserer Anfahrt wollten wir die Bootsschleppe Schleuse Neue Mühle besichtigen. Die Hinweise auf den einschlägigen Internetseiten waren widersprüchlich ob es diese noch gibt oder nicht. Es gibt die Bootsschleppe nicht mehr.

Bei der Ankunft am Freitagnachmittag gab es eine sehr freundliche Begrüßung und Einweisung von Falk Liebenthal und „Dedder“ in die Räumlichkeiten und die Zuweisung der zwei Gig 4er (Eisvogel und Sachsen) und zwei Gig 2er (Stromer und Tramp II)

Im Ort befindet sich, ca. 500 m entfernt, ein Einkaufszentrum, wo man all die vergessenen Sachen nachträglich käuflich erwerben kann. Ganz wichtig, im Einkaufszentrum ist auch ein Bäcker, welcher Sonnabend und Sonntag frische Brötchen verkauft.

Wir hatten den Hinweis vom Ruderverein bekommen, dass von der „Chefin“ ungern Bestellungen angenommen werden. Es war zum Glück der „Lehrling“ da. Nach einigem hin- und her nahm dieser unsere Bestellung, 35 Brötchen, unter Vorbelhalt mit dem Hinweis an, die Chefin nimmt nur ungern Bestellungen an.

Gegen 18:30 waren dann alle Teilnehmer da und es wurde das Abendbrot vor dem Bootshaus eingenommen. Jeder hatte etwas mitgebracht. Salate verschiedenster Art, teilweise vor Ort frisch zubereitet. Dabei genossen wir den phantastischen Blick auf den Krüpelsee mit Sonnenuntergang.

Es erfolge die Bootseinteilung mit Vorschlägen zu den Ruderstrecken.

Nach einen abschließenden Schlummertruck war gegen 22:00 Uhr Nachtruhe.

Samstag frühmorgens, gegen 06:30 eine himmlische Ruhe, das Wasser glatt wie ein Spiegel. Die ersten sind auch schon baden gegangen.

Pünktlich um 07:00 Uhr war ich dann beim Bäcker. Die „Chefin“ klärte mich dann auf, dass sie ungern Bestellungen aufnimmt, sie müsste nochmals ein ernstes Wort mit dem Lehrling reden, und überreichte mir meine Bestellung schon in Tüten abgepackt. Auf meine Frage, ob ich am Sonntag die gleiche Menge Brötchen bekommen könnte. Na, was denkt Ihr Euch? Sie hat die Bestellung für Sonntag angenommen.

Der Frühstückstisch war schon gedeckt, wegen der morgendlichen Feuchtigkeit im Speiseraum.

Die Unruhe vor der Abfahrt war greifbar zu spüren. Unser Zeitplan 09:00 abzufahren wurde leicht verzögert, eine Schraube am „Steuerhalter“ fehlte. Diesen Minischaden konnten wir leider nicht selbst beheben, wir hatten keine passende Schraube im „Werkzeugkasten“ mit. Also das Steuer einhängen und los in der Hoffnung, dass wir es nicht verlieren.

Nach ca. 1,5 km waren wir auch schon an der Schleuse Neue Mühle. Zu dieser frühen Stunde war noch kein anderes Boot da und wir konnten die Schleuse ohne Wartezeit passieren. Die langen vertikalen gelben Stangen in der Schleuse waren, Gott sei Dank, keine Gasleitungen.

Mit den Bootshaken hielten wir uns fest und verließen ebenfalls ohne Probleme die Schleuse. Weiter ging es die Dahme nordwärts bis nach Schmöckwitz. Beim ESV Schmöckwitz wurde die dringend angemahnte Pause realisiert. Die Türen der Toiletten waren nicht verschlossen, die Augen wurden wieder klarer und die leicht angespannten Gesichtszüge hellten sich auch wieder auf.

Für eine kleine individuelle Stärkung war dann auch noch Zeit bevor es über den Oder-Spree-Kanal zum Schmöckwitzer Werder ging. Hier sind wir dann über den Krossinsee zum Großen Zug gefahren. Im Großen Zug haben wir dann eine Anlandungsstelle für die Mittagspause gefunden. Hier gab es auch ein kleines Kulturprogramm. Alexsander brachte einem verspieltem Hund Wasserschnappen in der Luft bei.

Die Rückfahrt nach Zernsdorf war auch ganz entspannt. Dieses Mal haben wir einen Durchlauf an der Schleuse gewartet. War aber auch kein Problem, der Wartebereich lag im Schatten. Ein freudlicher Skipper, ehemals Ruderer, hatte uns dann auch noch vorgelassen.

Dann hatten sich die Interessen geteilt. Für einige war heute hier Schluss. Die zwei Gig 2er gingen noch auf die kleine Runde des Zernsdorfer Lankensees. Dieser geht ca. in der Mitte des Krüpelsees nach Norden weg. Eine himmlische Ruhe, nicht die kleinste Welle auf dem Wasser. Leider gab es den Kiosk auf dem Campingplatz am Ende des Lankensees nicht mehr.

Also zurück. Am Steg von Zernsdorf war eine gemütliche Kaffeerunde mit Kuchen im vollen Gang. Es war auch noch genügend für die Spätheimkehrer da.

Dann war auch schon wieder Abendbrotzeit. Dieses Mal gab es warme Küche, der Grill wurde angeheizt. Die Reste der Kartoffel-, Nudel- und Linsensalate und der frische Tomaten- und Gurkensalat war die perfekte Beilage zu Bratwurst, Steak und Grillkäse.

Ein weiterer wunderbarer Sonnenuntergang und viel Geplauder beschlossen den Tag.

Der Sonntagmorgen begann wie der Samstagmorgen, siehe oben.

Die Abfahrt 09:00 Uhr war vollständig problemlos, die fehlende Schraube war von „Didder“ eingesetzt worden. Auch an diesem Morgen war wieder eine himmlische Ruhe auf dem Krüpelsee. Wir fuhren östlich in Richtung Bindower Fließ.

Von Kablow bis Gussow schlängelt sich, man kann schon sagen mäandert, die Dahme in südliche Richtung in den Dolgensee. Diesen überquerten wir bis zu „Kuddels Lustige Stube“. Auch diese Gastronomie gab es leider nicht mehr und damit auch keine Toiletten. Irgendwie hat es ein jeder geschafft, dass sich seine Gesichtszüge wieder aufhellten. Drei Boote sind dann noch ein Stück die Dahme Richtung Langer See weitergefahren.

Nacheinander sind wir in Zernsdorf wieder angekommen, haben die Boote gereinigt, waren baden und haben anschließend geduscht.

Alle Boote und auch alle Teilnehmer, Alexander, Bernhard, Bettina, Cony, Falk, Ilka, Karl-Heinz, Katharina, Priska, Ralf, Saskia, Simone, Steffen, Sven, Tobias und Wolf-Dieter, haben die Fahrten ohne Kratzer oder Blessuren überstanden.  

Es gab es noch jede Menge aufzuräumen, hier vor allem die Küche.

Meinen Dank an alle Helfer, die ohne Aufforderung den Küchen- und Tischdienst durchgeführt haben, die Grillmeister und die Reinigungskräfte.

Die Gesamteinschätzung: Es konnten keine besseren Bedingungen wie Örtlichkeit, Unterkunft, Gewässer und Wetter geben.

Bis zum nächsten Mal

Cony Rudolph

All Rights Reserved by Dresdner Ruderverein e.V. Theme by 404 THEME.